LANDSCHAFTSARCHITEKTEN

Neugestaltung Marktplatz, Altenberge

Wettbewerb (1. Preis):2017
Fertigstellung:2020
Auftraggeber:Stadt Altenberge
Fotografien:Daniela Toma, Simon Bierwald

Erst in jüngerer Zeit entwickelte sich das heutige Zentrum von Altenberge: Der Marktplatz in Sichtweite der prägenden Johanneskirche. Durch die verspringenden Raumkanten fehlte dem Platz eine klar ablesbare Mitte. Um dem entgegenzuwirken, wurde das Zentrum über eine „Intarsie“ aus großformatigen Platten nachgezeichnet. Diese erstreckt sich trapezförmig von West nach Ost und fasst die unterschiedlichen Teilräume zu einem Ganzen zusammen. Der Raum wird so mit einfachen Mitteln fühlbar größer und offener, es entstand ein großzügiger, barrierearmer und generationsübergreifender Begegnungsraum.

Der Höhenunterschied zwischen dem östlichen und westlichen Platzbereich wurde über eine Treppenanlage mit aufgefächerten Stufen überwunden. Durch die Neuorganisation der Geländehöhen konnte ein ebenengleicher Zugang zu den Wohnungen und Geschäften hergestellt werden. Nach Norden fasst eine skulpturale Mauer aus Stampfbeton die barrierefreie Rampe entlang der Arkaden. Zum Platz hin wurde eine lange „Bürgerbank“ angeordnet, die optimal zur Sonne orientiert zum Innehalten und zur Kommunikation einlädt.

Alleeartige Zugänge schaffen attraktive Entrées zum Marktplatz, der einen einheitlichen Bodenbelag aus gelbgrauem Klinker erhielt. In der Platzmitte wurde ein neuer Brunnen so angeordnet, dass er von allen Zugängen aus in der Blickachse liegt. Das Fontainenfeld belebt den Platz und ist ein attraktiver Spielort für Kinder. Lineare Baumreihen aus Resista-Ulmen führen den Besucher auf den Platz. Dort löst sich die Vegetation in eine lockere Baumstellung auf, deren Schnurbäume Akzente schaffen und den Platz mit einem abwechslungsreichen Spiel aus Licht und Schatten beleben.