Fußgängerzone Kamen

Die historisch gewachsene Innenstadt Kamens ist ein Einkaufs- und Dienstleistungsstandort von überörtlicher Bedeutung. Ziel des Entwurfs ist es, dem heterogenen Zentrum Kamens eine neue Identität und Einheit zu verleihen.

Das Gestaltungskonzept unterstreicht die vorhandenen Raumfolgen aus Verbindungen und Plätzen. Lineare Wegeräume wechseln sich mit Orten des Aufenthalts und der Orientierung ab. Im Kontrast zur steinernen Einkaufsstraße Weststraße wird die Adenauerstraße zum "Grünen Boulevard" mit Flanier- und Aufenthaltsbereichen unter Bäumen. Als Klammer zwischen diesen beiden Achsen fungiert die Nord-Süd-Verbindung über Marktstraße und Willy-Brandt-Platz. Der Willy-Brandt-Platz wird zum Kristallisationspunkt innerhalb dieser Raumsequenz.

Das Konzept eines durchgehenden charakteristischen Teppichs, der die historische und die moderne Baustruktur Kamens zu einer Einheit zusammenfasst, wird zum Leitbild für die Neugestaltung der Fußgängerzone. Eingelegte "Intarsien" setzen als Bänderungen im Belag punktuelle Akzente an besonderen Orten. Eine differenzierte Verwendung von Bäumen schafft kontrastierende Räume.

 

Freiraumplanung LP 1-9 zur Neugestaltung der Fußgängerzone in Kamen

Bauherr: Stadt Kamen - Fachbereich Bauen; Bausumme: 5,95 Mio. €; Flächengröße: 2,2 ha; Wettbewerb: 1. Preis Mai 2003; Fertigstellung: Mai 2008
Fotografien: Hiltrud M. Lintel

Projektleitung: Hiltrud M. Lintel; Mitarbeit: Johannes Böttger, Christina Dornbusch, Johannes Göpel, Anna Hardenberg, Jan Heimann, Anke Hunrath, Jutta Katthage, Judith Koch, Sebastian Riesop, Corinna Scheele, Judith Schneider, Kai Spurling, Andrea Tofall