Speicherstadt Münster

Die Speicherstadt ist ein Projekt der Sanierung und Umnutzung eines ehemaligen 11,5 ha großen „Heeresverpflegungshauptamtes“ aus Zeiten des Nationalsozialismus in ein Büro- und Kommunikationszentrum im Norden Münsters.

Das Gestaltungskonzept des Freiraums sieht einen sensiblen Umgang mit den monumentalen architektonischen Zeugnissen der nationalsozialistischen Kriegsvorbereitungen im Deutschland der 1930er Jahre vor. Die vorhandene grüne Mitte der ehemaligen "Heeresbäckerei" wird neu konturiert. In Anlehnung an die Höhenentwicklung der die Speichergebäude flankierenden Laderampen, werden die zentralen Wiesenflächen zu einer Rasenskulptur aufgefaltet und durch Cortenstahlwangen eingefasst. Jeweils einseitig an den Durchgängen zwischen zwei Speichergebäuden erreicht die Rasenskulptur ihre maximale Höhe und fällt dann im weiteren Verlauf wechselseitig auf +5 cm Höhe ab. Die Raseninseln können betreten werden und sind durch lockere Reihen aus Zierkirschen überstellt, die sich aus Richtung der ehemaligen Gleisharfe kommend in die grüne Mitte der Speicherstadt entwickeln. Flächige Pflanzungen aus Krokussen und Märzenbecher bilden einen interessanten Frühjahrsaspekt.

Der steinerne Platz vor dem ehemaligen Bäckereigebäude bildet das Zentrum der Anlage. Hier können Veranstaltungen stattfinden und Flächen für eine erweiterte Außengastronomie ebenfalls z.B. für Veranstaltungen angeboten werden.

 

Freiraumplanung LPH 1 – 9 zur Neugestaltung der zentralen Außenräume der Speicherstadt Münster.

Bauherr: Westfälisch-Lippische Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Münster; Bausumme: 1,83 Mio. € brutto; Flächengröße: 3,9 ha; Wettbewerb: 1. Preis 2012; Fertigstellung: September 2013

Fotografien: Gereon Holtschneider, Matthias Funk

Projektleitung: Hiltrud M. Lintel; Mitarbeit: Judith Heimann, Sven Herrmann, Bernd Nengel, Ariane Wendt, Yingying Zhu

Adresse: An den Speichern, 48157 Münster